Hinter den Kulissen: Eva Fleischmann Coaching in Bewegung

Aktualisiert: 17. Sept 2018

" Ich weiß heute, dass die Brillanz eines Menschen erst sichtbar wird,

wenn er seine schwierigen Zeiten gut verarbeitet hat."


Fotorechte: Eva Fleischmann

Womit verzauberst Du die Welt?


Ich begleite Menschen durch Krisen- oder Umbruchssituationen indem ich Coaching und Bewegung verbinde. D.h. ich gehe mit meinen Klienten um den See oder durch den Wald und zwar solange bis sie gestärkt aus der Krise kommen und mein Motto teilen und sagen: Geht doch!



Berichte mal von einem typischen Arbeitstag. Was liebst du an deinem Tun?



Ein typischer Arbeitstag von mir beginnt um 7.00 Uhr morgens. Ich liebe diese frühen Geh-spräche, wenn über dem See noch ein leichter Nebel liegt oder grade die Sonne aufgeht. Diese Mischung aus Naturerfahrung, Bewegung und Coaching finde ich besonders effektiv. Manchmal nutzen meine Klienten auch ihre Mittagspausen oder kommen gleich nach der Arbeit an den See.


Ich begleite Menschen durch Krisen- oder Umbruchssituationen indem ich Coaching und Bewegung verbinde. D.h. ich gehe mit meinen Klienten um den See oder durch den Wald und zwar solange bis sie gestärkt aus der Krise kommen und mein Motto teilen und sagen: Geht doch!


Im Raum arbeite ich in der Zwischenzeit nur noch in Ausnahmefällen oder bei Flugangst. Da brauche ich den Raum.


An meinem Beruf liebe ich alles. Menschen zu bewegen in eine für sie gute, stimmige Richtung zu gehen. Ideen zu finden, sich gut zu tun, sich selbst liebevoll anzunehmen, das zu ändern, was ihnen nicht gut tut und das anzunehmen, was sich nicht ändern lässt.

Mich begeistert die intellektuelle Herausforderung, die individuelle Lösungssuche, die gemeinsamen Geh-spräche in der Natur und das Leuchten in den Augen meiner Klienten am Ende der Stunde.

Und ich liebe es, wenn Menschen wieder fliegen und die Welt erobern, weil Sie ihre Flugangst bearbeitet haben.


Ist das, was du heute machst, schon immer dein Wunschberuf gewesen?


Als Kind wollte ich Kinderärztin werden (daraus wurde nichts), als junge Frau beim Film arbeiten (das habe ich getan). Als ich Mutter wurde habe ich lange als Beraterin und dann Projektmanagerin in eigener Firma gearbeitet.


Und seit über 30 Jahren bin ich Coach und Therapeutin und das ist seit langer Zeit mein Traumberuf.

Denn mich interessiert nichts mehr, als Menschen durch ihre Probleme zu begleiten und herauszufinden, wie man diese löst oder gut damit umgeht.


Hier verbindet sich gut all das was ich gerne mache und gelernt habe: die pragmatische Herangehensweise einer Beraterin, die kreative Art der Lösungsfindung einer Filmschaffenden und das Heilende der Ärztin, die ich als Kind werden wollte.



Was sind deine größten Herausforderungen in Bezug auf Deine Talente und dein Business und wie gehst Du damit um?


Dadurch, dass ich das, was ich mache schon lange mache, sind die Herausforderungen nicht mehr so groß. Trotzdem ist es immer wieder spannend herauszufinden, was ich tun kann, damit meine Klienten den nächsten Schritt gehen können.


Was Sie dazu brauchen (manchmal eine Einsicht, eine Idee oder auch ein liebevoller Schubs in die richtige Richtung).


Ich würde mir wünschen, dass ich mir etwas mehr zutraue im Umgang mit der Technik und den sozialen Medien. Aber genau wie ich es meinen Klienten empfehle, muss auch ich aus meiner eigenen Komfortzone.


Was sind deine Visionen / Ziele für die nächsten 3 Jahre?


Ich möchte genau das weitermachen, was ich auch jetzt schon mache. Auslernen kann man in meinem Beruf nie, es gibt immer etwas, was ich noch lernen kann. Und damit verbinden sich meine beiden Leidenschaften auf das Beste: Lernen und Lehren (bzw. Begleiten).


Es gibt zwei Dinge, die ich mir darüber hinaus noch wünsche: Das erste hat viel mit meiner persönlichen Geschichte zu tun: Ich bin ein typisches Nachkriegskind. Erzogen wurde ich mit Gewalt, Drohungen und massiven Disziplinierungsmaßnahmen. Aus dieser Zeit kenne ich das Gefühl sich abgelehnt, falsch, hilf- und wertlos zu fühlen.

Heute weiß ich, dass meine Eltern ihr Bestes gegeben haben, das ihnen zur Verfügung stand. Sie waren geprägt durch die Ideologie des Dritten Reiches, sie waren durch Krieg und Trauma gegangen. Und sie waren bestrebt, das alles hinter sich zu lassen und das Land, dessen Zerstörung sie erlebt hatten, wieder aufzubauen.

Das heißt auch, dass sie die Themen, die sie hatten, einfach weitergegeben haben.

Mir hat das nicht gut getan und trotzdem bin ich dadurch zu dem Menschen geworden, der ich heute bin. Durch meine Geschichte habe ich verstanden, wie wichtig es ist, sich um die eigenen Themen zu kümmern, diese zu bearbeiten und sie nicht einfach weiterzugeben.

Und dass wir die erste Generation sind, die die Zeit und die Kapazität dazu hat und damit auch die Verantwortung dafür. So habe ich mein Leben damit verbracht zu lernen, wie man Krisen übersteht und dann gestärkt daraus hervorgehen kann.

Ich weiß heute, dass die Brillanz eines Menschen erst sichtbar wird, wenn er seine schwierigen Zeiten gut verarbeitet hat.

Und ich bin mir ganz sicher, dass Menschen, die gut zu sich selbst sind, gut für die Welt sind.

Und das führt mich zum zweiten Wunsch:

Dass mein Angebot genau den Menschen begegnet, die es brauchen können und die willens sind, sich dafür einzusetzen, dass es Ihnen gut geht.


Lernen aus Erfahrung: Deine ganz persönlichen 2 Tipps für begabte Frauen, die sich (noch) nicht trauen, ihre Begabung im Business zu leben.

Der beste und wichtigste Tipp aus meiner Sicht ist: Dümple nicht alleine rum, such Dir Unterstützung und Hilfe. Das macht mehr Spaß und ist effektiver.


Der zweite Tipp ist: Vertrau Deinem Gefühl und mache Erfahrungen. Probiere Dich aus; wenn Du ein leises Lächeln spürst, bist Du auf dem richtigen Weg!


Mehr von Eva gibt es unter: https://coachinginbewegung.berlin



Du suchst noch Deinen Zauber?