Hinter den Kulissen: Judith Schneider judith.works

Aktualisiert: 17. Sept 2018


" Aber am glücklichsten bin ich, wenn mich nachts eine Idee besucht,

von der ich instinktiv weiß, das bringt meinen Leser*innen so richtig was "


Fotos_Judith_Schneider

Womit verzauberst Du die Welt?

Mit Worten, mit Geschichten, mit Lebensfreude, Mut, Veränderung und Verwandlung. Ich blogge seit sieben Jahren, ohne anfangs überhaupt gewusst zu haben, was ein Blog ist. Ich schreibe und texte, ohne das je studiert zu haben. Ich lebe meine Talente und begleite Unternehmer*innen dabei, sich sprachlich mit ihrer Marke im richtigen (nämlich im eigenen) Licht zu präsentieren.


Wir finden und entwickeln gemeinsam die Worte, die Sprache und die Geschichten für das eigene Business und wählen die passenden Wege & Kanäle aus, das alles in die Welt zu bringen. Ich war die letzten Jahre als Texterin für andere Unternehmen unterwegs und merke aber immer mehr, dass es mir viel mehr Spaß macht, Unternehmer*innen und auch Angestellten beizubringen, wie sie mit ordentlich Spiel, Spaß und Freude, selbst die Texte verfassen, die zur eigenen Marke passen.



Denn geschrieben wird überall: ob soziale Medien, Flyer, Printanzeigen, Plakate, die eigene Webseite - ohne Worte geht’s nun mal nicht. Und wieso dann nicht gleich die eigene Sprache so hervorheben, dass sie - ebenso wie ein Logo - zum echten Hingucker wird?


Ich bin Praktikerin und bekannt dafür, dass ich kompliziertes Marketing-Blabla in einfache und bodenständige Messages verpacke. So dass jede*r was damit anfangen kann. So arbeite ich zum Beispiel mit „tierischen Botschaftern“ - spätestens, wenn du dir überlegen musst, ob dein Unternehmen Affe, Flamingo, Delphin oder Schildkröte ist, weißt du, dass bei mir die Dinge ein wenig anders laufen. Das macht Spaß und bringt überraschende Entwicklungen für dein Business mit sich!



Berichte mal von einem typischen Arbeitstag. Was liebst du an deinem Tun?


Fotos_Christian_holzknecht

Einen klassischen Arbeitstag im eigentlich Sinn gibt es bei mir eher selten. Oft beginnt der Tag mit der Idee, meine To-Do-Liste abzuarbeiten. Diese Idee wird meist nach spätestens 30 Minuten wieder verworfen - je nachdem, ob heute ein Kreativtag oder ein Buchhaltungstag ist, das entscheidet der Bauch. Bin ich kreativ, dann schreibe ich, zeichne auf meinem iPad, blogge über ein Thema, das mir mitten in der Nacht eingefallen ist, fülle meine Social-Media-Kanäle mit Futter & Inspiration, produziere Videos für meine Leser*innen und FB-Insta-Leute.


Ich lese die Texte meiner „Text-Schüler*innen“ und gebe Feedback, gestalte mit ihnen zusammen ihre Texte so, dass sie gut lesbar und attraktiv sind - dass sie anziehen und für Aufsehen sorgen. Und manchmal sind die Tage weniger kreativ: Dann arbeite ich Redaktionspläne ab für meine Stammkunden, plane die Postings im Voraus, befülle Newsletter und kümmere mich um meine Buchhaltung. Das hat auch was Zufriedenstellendes.


Aber am glücklichsten bin ich, wenn mich nachts eine Idee besucht, von der ich instinktiv weiß, das bringt meinen Leser*innen so richtig was - dann kann es sein, dass ich nachts um 3 Uhr aufstehe und das alles zu Papier bringe und skizziere. Oder mir fallen schöne Worte ein, die ich meinen Kund*innen weitergeben kann - denn wir alle brauchen für unser Wording spezielle Hingucker-Worte, die zum Business passen und eine Emotion vermitteln.


Die tippe ich auch mitten in der Nacht in meine Notizen-App, um sie zu sichern. Sonst sind sie bis zum nächsten Morgen wieder verflogen. Danach schlafe ich beruhigt weiter (oder aufgeregt vor Vorfreude) und arbeite ein paar Stunden später weiter.


Ist das, was du heute machst, schon immer dein Wunschberuf gewesen?


Mit 14 wollte ich Schriftstellerin werden. Mit 35 hab ich tatsächlich ein Buch herausgebracht, entstanden aus meinem Blog Veganmarathon und der daraus entstandenen Marke „Turtlerunner“.


Ich wusste immer, dass ich mal was machen werde, was nicht jeder macht. Insofern: Ja, vermutlich ist das mein Wunschberuf - auch wenn ich damals (und manchmal heute auch noch), nicht hätte beschreiben können, was ich heute mache.


Das gab es damals einfach noch nicht. Heute ist viel mehr möglich und die klassischen Berufssparten und Bezeichnungen reichen nicht mehr aus für das, was die Menschen heute anbieten. Vor allem im kreativen Bereich. Hierher zu kommen war ein sehr langer Weg, der über unzählige „klassische“ Jobs führte, in denen ich einfach nicht zuhause war.


Ich musste erst etwas Neues schaffen für mich selbst, um meine Berufung leben zu können. Einfach war das nicht und es brauchte viel Mut. Ich habe vieles hinter mir gelassen. Menschen, Vorstellungen vom „ordentlichen“ Leben und Ideen von der Zukunft.


Und mein Job ist immer noch in Bewegung und in Entwicklung. Es gibt keine Routine und keinen Stillstand. Ich verändere mich und mein Job, meine Aufgaben und meine Berufung mit mir. Das ist schön und ja, das ist mein Traumjob, weil genau das alles für mich zur perfekten Jobbeschreibung dazugehört.



Was sind deine größten Herausforderungen in Bezug auf Deine Talente und dein Business und wie gehst Du damit um?


Ein regelmäßiger Besucher an meiner Tür ist der vielen bekannte Selbstzweifel. „Mach ich das gut genug?“ „Darf ich das überhaupt?“ „Die oder der macht das ganz anders als ich …“ „Wär es nicht besser, erst einen Doktor-Titel zu haben, bevor ich überhaupt was anbiete?“


Solche kleinen Messages wirft mir der fiese Kerl regelmäßig in den Briefkasten. Inzwischen bin ich das schon gewohnt und habe eine gewisse Gelassenheit entwickelt. Das sind Phasen. Die verschwinden wieder.


Ich weiß mittlerweile, dass ich was zu sagen und zu geben habe, was andere Menschen unterstützt. Das Feedback & die Ergebnisse zeigen, dass es stimmt. Manchmal kommt der Herr Selbstzweifel gemeinsam mit Frau Perfektionismus auf Besuch. „Das kannst du noch nicht posten, das ist noch nicht perfekt!“ „Warte noch mit dem Launchen vom Online-Kurs, da fehlt dir noch was …“

„Deine Haare sehen fürchterlich aus - und willst du dich nicht besser schminken/ 20 kg abnehmen/ liften lassen/ die Nase operieren …“ Bla bla bla … am besten füttert man die beiden mit Kuchen.


Denn wer den Mund voll hat, kann keinen Blödsinn rausposaunen. Mein Motto lautet: „Done is perfect“ - in Anlehnung an den Spruch „Done is better than perfect - erledigt ist besser als perfekt“. Für mich ist erledigt perfekt. Denn ich arbeite und lebe nicht, um in einer Warteschleife zu hängen. Zeit für Optimierung ist immer, aber das kann man genausogut im Prozess mit seinen Kunden erleben - gemeinsam wachsen. Das ist es.


Was sind deine Visionen / Ziele für die nächsten 3 Jahre?


foto_christian_holzknecht

Ich plane meist nicht soweit im Voraus, da mein Leben so turbulent und aufregen ist, dass ich nie weiß, was jetzt wieder passiert. Aber für die nächsten 3 Monate ist mein erklärtes Ziel, ein gesundes und fröhliches Baby zur Welt zu bringen (sie kommt im September).


Den Alltag als Frischlings-Mama in chaotisch-geregelte Bahnen zu lenken und davor, währenddessen und mittendrin meinen Online-Kurs „Spielend einfach texten fürs eigene Business“ zu launchen. Etwas später dann kommt das 1:1-Text-Training dazu, sobald die Hormone wieder halbwegs im Lot sind. Wie das alles funktionieren soll?


Ich habe wirklich noch keine Ahnung, aber hey das Leben ist spannend und alles was in die Welt muss, findet seinen Weg. Soviel ist sicher. Das gilt für Babies und auch für Bücher, Kurse, Texte, Geschichten …


Lernen aus Erfahrung: Deine ganz persönlichen 2 Tipps für begabte Frauen, die sich (noch) nicht trauen, ihre Begabung im Business zu leben.

Lies meinen Blogartikel über „Talente“ (https://judith.works/2018/06/17/talente_erkennen/ ) und beginne damit, das, was du kannst, ernst zu nehmen. Es ist ein Geschenk, das nur du besitzt und es ist Zeit, es aufzumachen. Das ist nicht egoistisch, das bist du der Welt schuldig. Da draußen sind Menschen, die genau das brauchen, was du kannst. Und zwar genauso wie nur du es kannst. Starte damit, Dinge zu tun, die dir wirklich Freude bereiten - ohne zu kalkulieren, wieviel Gewinn es dir bringt oder ob überhaupt.


Ich hab die ersten 3 Jahre mit meinem Blog überhaupt nichts verdient, das war nie meine Absicht. Durch meine authentischen Texte & Berichte und mein Auftreten in den sozialen Medien habe ich mir eine große Leserschaft aufgebaut, die mich seit Jahren treu begleitet. Mit „judith.works“ starte ich in anderem Kontext beruflich neu durch, was meine Sichtbarkeit im Netz angeht (offline arbeite ich schon seit vielen Jahren so).


Ich poste und schreibe, was mich selbst begeistert. Damit kannst du nichts verkehrt machen und du übst langsam, dich zu zeigen. Ohne Erwartungsdruck. Probier dich einfach aus. Was raus muss, muss sowieso raus - schreib deine Geschichte.




Mehr von Judith gibt es unter:

Blog & Webseite: https://judith.works

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Du suchst nach Deinem Zauber?